Zahnarztpraxis Dr. Hubiak | Diabetes mellitus und Parodontitis

Beides sind chronisch entzündliche Volkskrankheiten, die oft spät entdeckt werden, wenn es bereits zu Folgeschäden kommt. Parodontitis macht ähnlich wie Diabetes selten Schmerzen und entwickelt sich schleichend.

Einmal Diabetes - immer Diabetes, einmal Parodontitis - immer Parodontitis.

Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig: ein schlecht eingestellter Diabetes verschlechtert eine Parodontitis und umgekehrt verstärkt eine Parodontitis einen Diabetes.

Diabetes mellitus (Typ I -vermutlich erblich bedingte Autoimmunerkrankung der Bauchspeicheldrüse, keine Insuliproduktion, lebenslange Insulingaben ; Typ II - mehr als 90%, aufgrund bestimmter Erbanlagen, falscher Ernährung, Überangebot an Zucker, Bewegungsmangel und Übergewicht entwickelt sich ein relativer Insulinmangel, Insulinresistenz) wird meist erst erkannt, wenn bereits Folgeerkrankungen wegen dauerhaft erhöhter Blutzuckerwerte eingetreten sind. Erste Anzeichen für eine mögliche Diabeteserkrankung sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, trockene Haut, schlecht heilende Wunden, Sehstörungen, Neigung zu Infekten, bei Typ I-diabetes Gewichtabnahme.

Bleiben die erhöhten Blutzuckerwerte über längere Zeit unerkannt, schädigen sie Blutgefäße und führen zu Durchblutungsstörungen in verschiedenen Körperregionen mit : Augen-, Nieren-, Nervenschäden, diabetisches Fußsyndrom, erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Parodontitis.

Die chronische Parodontitis ist ein Risikofaktor für Diabetes, indem Bakterien in die Blutbahn gelangen, über lokale Entzündungsreaktionen, Entzündungsfaktoren in die Blutbahn freigesetzt werden, welche eine verminderte Insulinproduktion, erhöhte Zuckerwerte bewirken mit der Folge, einer erschwerten Blutzuckereinstellung beim Diabetiker.

Der Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen ist heute gut erforscht. Leider wird häufig noch zu wenig auf die Zusammenhänge geachtet. Das Risiko, bei Vorliegen eines Diabetes an Parodontitis zu erkranken, steht in direktem Zusammenhang mit der glykämischen Kontrolle.

Ist der Diabetespatient gut eingestellt, ist die Parodontitis wie beim Nichtdiabetiker gut behandelbar. Mit schlechterer Einstellung nimmt das Risiko für ein Fortschreiten der Parodontitis bis zum Zahnverlust deutlich zu.

Das Vorliegen einer chronischen Parodontitis erhöht die Insulinresistenz des Gewebes und erschwert die Einstellung des Blutzuckers und erhöht das Risiko für diabetische Komplikationen wie Herz-Kreislauf-, Nieren und Augenerkrankungen.

Bei Nicht-Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel mit dem Parodontitis-Schweregrad verbunden. Das Risiko für die Entstehung einer gestörten Zuckertoleranz bzw. eines Diabetes mellitus als Folge der parodontalen Erkrankung ist erhöht.

Eine erfolgreiche Behandlung der Parodontitis reduziert nicht nur die lokalen Symptome in der Mundhöhle sondern verbessert auch den Status des Diabetikers. Nachweisbar ist eine Senkung des Langzeitzuckerwertes (HbA1c) bei Typ II Diabetes 3 Monate nach nicht-chirurgischer Parodontitistherapie zwischen 0,4% und 0,5%, was dem Hinzufügen eines zweiten Medikamentes zu einer Diabetestherapie entspricht. Eine systematische Parodontitistherapie ist genauso effektiv wie die Verabreichung eines Medikamentes.

Die optimale Behandlung von Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitistherapie) wirkt sich günstig auf die Blutzuckereinstellung des Patienten aus und führt langfristig zur Senkung des HbA1c-Wertes.

Unser Ziel ist es, der Entzündungsfortschreitung immer voraus zu sein.

Gehen Sie 2 x jährlich zu Kontrolluntersuchungen, lassen Sie alle 3-4 Monate, mindestens halbjährlich eine professionelle Zahnreingung (PZR) durchführen.

Die Professionelle Zahnreinigung ist ein Werkzeug gegen Parodontitis und schlechte Blutzuckerwerte.

 

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